• Diagnose: Ulcus cruris (Ulcus cruris venosum und Ulcus cruris arteriosum)

    Hilfe bei der Diagnose Ulcus cruris!

  • Ulcus cruris arteriosum: Schulung Kompression

    Kompression kann eine hilfreiche Maßnahme sein!

  • Vorsorge beim Ulcus cruris venosum ist Bewegung

    Unterstützung dank Ihrer Regelmäßige Bewegung!

  • Therapie : fachgerechten, regelmäßigen und konsequenten Wundbehandlung!

    Hilfe durch fachgerechte Wundbehandlung!

Wundbehandlung: Ulcus cruris
  1. Diagnose: Ulcus cruris
  2. UCV: Ursachen
  3. UCV: Maßnahmen
  4. UCA: Ursache
  5. UCA: Maßnahmen
  6. UC mixtum

Seite 1 von 6

Liebe/r Patient/in, liebe Angehörige,

auf dieser Informationsseite möchten wir Ihnen erklären, was ein Ulcus cruris („offenes Bein“) ist und wie Sie eine Heilung aktiv unterstützen können.

Was ist ein Ulcus cruris?

Ein Ulcus cruris ist eine chronische Wunde, die häufig am Knöchel bzw. am Unterschenkel auftritt. Ursächlich ist eine Gefäßerkrankung. Es gibt verschiedene Arten eines Ulcus cruris, die wichtigsten sind:

  • Ulcus cruris venosum (venös bedingt z.B. Krampfaderleiden)
  • Ulcus cruris arteriosum (arteriell bedingt z.B. Durchblutungsstörungen)
  • Ulcus cruris mixtum (arteriell und venös bedingt)

Seite 2 von 6

Informationen und Hinweise zum Ulcus cruris venosum (UCV)

Die Ursachen eines Ulcus cruris venosum (UCV) können sein:

  • Eine chronisch venöse Insuffizienz (CVI)
  • Ein Krampfaderleiden
  • Eine stattgehabte, tiefe Beinvenenthrombose (kann auch schon viele Jahre zurückliegen)

Welche Symptome können beim Ulcus cruris venosum (UCV) auftreten?

Das UCV erscheint als feuchte, nässende Wunde, die oft infiziert ist. Das Bein ist geschwollen, schuppig und meist schmerzlos.

Mögliche Risikofaktoren für die Entstehung können: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, oder genetische Veranlagung sein.

Seite 3 von 6

Was können Sie tun bei der Diagnose: Ulcus cruris venosum?

Abb. Ulcus cruris venosum

  • Ärztl. (gefäßchirurgische) Abklärung notwendig
  • Kompression (angepasste Kompressionsstrümpfe oder wickeln)
  • Regelmäßige Bewegung (S-L-Regel= stehen und sitzen schlecht, lieber laufen und liegen)
  • Krankengymnastische Übungsbehandlung zur Förderung der Beweglichkeit des Sprunggelenkes, um die Muskelpumpe im Unterschenkel zu aktivieren.

Die Therapie besteht hauptsächlich aus einer fachgerechten, regelmäßigen und konsequenten Wundbehandlung. Das Bein muss mindestens bis zum Unterschenkel komprimiert werden. Außer wenn Sie eine pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit=Durchblutungsstörung) haben.

Seite 4 von 6

Informationen und Tipps zum Ulcus cruris arteriosum (UCA)!

Die Ursache eines Ulcus cruris arteriosum ist eine pAVK, (periphere, arterielle Verschlusskrankheit) Dies ist eine Durchblutungsstörung (blasse, kalte Füße, eingeschränkte Gehstrecke („Schaufensterkrankheit“)).

Wie macht sich das Ulcus cruris arteriosum bemerkbar?

Das Ulcus cruris arteriosum tritt vor allem an stark beanspruchten Stellen des Fußes, wie Zehen und Ferse, auf. Die Füße sind kalt und blass. Es treten häufig Schmerzen bei körperlicher Bewegung auf. Mögliche Risikofaktoren für die Entstehung können: Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Erhöhte Blutfettwerte sein.

In jedem Fall ist eine gefäßchirurgische Abklärung notwendig!

Seite 5 von 6

Was können Sie bei der Diagnose: "Ulcus cruris arteriosum (UCA)" tun? Abb. Ulcus cruris arteriosum (UCA)

Die Therapie besteht aus einer fachgerechten, regelmäßigen und konsequenten Wundbehandlung. Sie sollten darauf achten, dass:

  • Ihr Blutzucker optimal eingestellt ist
  • Ihr Blutdruck im Normbereich ist
  • Sie das Rauchen aufgeben
  • Sie sich regelmäßig bewegen
  • Sie Ihre Füße regelmäßig mit einem Spiegel inspizieren und pflegen
  • Sie sich ausgewogen ernähren und evtl. Gewicht abnehmen

Seite 6 von 6

Das Ulcus cruris mixtum ist eine Mischform aus Ulcus cruris venosum und Ulcus cruris arteriosum. Von einem Ulcus cruris mixtum spricht man wenn ein Patient mit einem „offenen Bein“ eine chronisch venöse Insuffizient (CVI) und eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) hat. In diesem Fall müssen beide Erkrankungen therapiert werden. Die venöse Ursache profitiert von einer Kompression, diese ist aber nur möglich wenn die arterielle Durchblutung dies zulässt. Ggf. muss diese Durchblutung operativ verbessert werden. Zur Diagnostik können verschiedene Untersuchungen durch einen Arzt angesetzt werden: Duplexsonographie und Phlebograpie z.B. für die chronisch venöse Insuffizienz. Für die arterielle Komponente gibt es die Möglichkeit des Duplex, ABI- Messung oder der MR- Angiographie.

Die ABI- Messung, oder auch KADI (Knöchel-Arm-Index) - Messung nehmen die Wundschwestern im Hausbesuch vor. Die Werte werden dann dem behandelnden Arzt übermittelt, der dann die weitere Vorgehensweise mit dem Therapeutenteam bespricht.

Abb.: ABI- Messung oder der MR- Angiographie

Patientenversorgung bei Wunden

Wundmanagement für Ärzte / Arztpraxen

Wundmanagement für Ärzte / Arztpraxen

Curatio & Care Wundmanagement Berlin und Brandenburg

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen